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3.10 Vor- und Nachteile der schriftlichen Befragung

Im folgenden werden die Vor- und Nachteile der herkömmlichen schriftlichen Befragung aufgelistet. Ein Augenmerk liegt auf den Nachteilen, die durch webbasierte Befragung abgeschwächt bzw. aufgehoben werden.

Vorteile Nachteile
Die Größe der Stichprobe kann bei gleichem Mitteleinsatz höher sein als bei den meisten anderen Formen der Befragung (Interviewer, ... ) (Schnell etal. 1999, S.335 ff.) „Reduziert (...) deutlich die Aktivität der Beteiligen“ (Gerl 1983, S. 41)
Interviewerfehler werden vermieden Höhere Ausfallquoten bei postalischer Befragung als beim persönlichen Interview
Durchdachtere Antworten, da in der Regel kein Zeitdruck durch eine Gruppensituation oder einen Interviewer entsteht Systematische Ausfälle (Leute mit höherem Bildungsniveau antworten eher als Leute mit niedrigem Bildungsniveau)
Durchdachtere Antworten, da in der Regel kein Zeitdruck durch eine Gruppensituation oder einen Interviewer entsteht Systematische Ausfälle (Leute mit höherem Bildungsniveau antworten eher als Leute mit niedrigem Bildungsniveau)
Die Zusicherung der Anonymität ist glaubwürdiger U. U. nicht ermittelbar, wie, wo, wann und von wem der Fragebogen wirklich ausgefüllt wurde
‚Ehrlichere‘ Antworten bei ‚anonymen‘ Fragebogen, als wenn ein Interviewer die Antworten erhebt Mögliche externe Einflüsse können nicht kontrolliert werden, d.h. hat auch der gewählte Befragte selber ausgefüllt oder war es das Produkt einer „lustigen Abendgesellschaft“

Tabelle 17: Vor- und Nachteile schriftlicher Befragung

Als weiterführende Lektüre empfiehlt sich Dillman (1978), der seine „Total- Design-Method“ einsetzt, um „Nachteile durch eine Reihe von vorwiegend technischen Lösungsvorschlägen auszugleichen“ (in Schnell et al. 1999, S.337).

Im folgenden Kapitel wird aufgezeigt, daß die Vorteile bei größeren Stichproben durch webbasierte Fragebogen zunehmen.
Auf der Seite der Nachteile wird gezeigt, daß die von Gerl postulierte niedrigere Aktivität bei webbasierter Evaluation nicht gegeben sein muß und durch diese Form neue Möglichkeiten entstehen. An der Höhe der Ausfallquoten kann durch die ‚elektronische‘ Evaluation zwar nichts geändert werden, aber bei einem geschickten Aufbau werden exakt Fragen bestimmbar, die Teilnehmer vermehrt dazu führen, die Beantwortung abzubrechen.

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